
Das Dropshot Rig gehört in die Reihe der Montagen, bei denen es darum geht, das Gewicht und den Köder voneinander zu trennen, damit der Köder anders als am klassischen Jigkopf präsentiert werden kann. Es ist variabel einsetzbar und ermöglicht euch das Befischen unterschiedlicher Zielfische, insbesondere Barsch und Zander. Der Aufbau der Montage ist leicht zu erlernen und dann auch am Wasser schnell herzustellen. Daher schon jetzt der Tipp, immer das notwendige Zubehör und ein paar entsprechende Köder dabeihaben, wenn man den stacheligen Räubern nachstellt! Die Art der Köderpräsentation kann an schwierigen Tagen oder an speziellen Spots der Schlüssel zum Fangerfolg sein.
Aber wie ist das Rig aufgebaut, wann setze ich es erfolgreich ein, wie funktioniert die Führung und was für Köder kann, oder sollte ich nutzen? Auf all diese Fragen und noch mehr, gehen wir hier ein und versuchen das Rig vollständig zu entschlüsseln, damit auch DU mit der Methode erfolgreich deinem Zielfisch nachstellen kannst.

Inhaltsverzeichnis
- Die Montage, bzw. der Aufbau des Dropshot Rigs
- Führung des Dropshot Rigs
- Verschiedene Köder für das Dropshot Rig
- Wann ist das Dropshot Rig besonders erfolgreich und welche Vorteile bietet es mir?
- Wann ist das Dropshot Rig eher ungeeignet?
- Unterschied Barsch und Zander, wann ist das Dropshot Rig auf welchen Zielfisch erfolgreich?
- Vorsicht vorm Hecht
- Das Tackle, welche Rute und Rolle benötige ich zum Angeln mit dem Dropshot Rig
- Fazit
Die Montage, bzw. der Aufbau des Dropshot Rigs

Die Montage benötigt nur wenig Zubehör, letztlich braucht es nur einen geeigneten Haken und ein Blei, sowie ein Stück Schnur. Bei den Haken könnt ihr entweder direkt auf spezielle Dropshot Einzelhaken setzen, die häufig mit einem Baitholder versehen sind. Also einer zusätzlichen Beschichtung die das Herunterrutschen des Köders erschweren soll. Alternativ könnt ihr auch Offsethaken oder Haken mit langem Schenkel nutzen. Die Hakengröße eines Einzelhakens wird entsprechend des Zielfischs und der Köder gewählt. Für die Barschangelei haben sich je nach Ködertyp Haken in den Größen 2 bis 1/0 bewährt, für den Zander darf es etwas größer sein, hier haben sich die Größen 1 bis 2/0 bewährt. Offsethaken und Haken mit langem Schenkel kann man direkt anhand der Ködergröße auswählen. Auf die Anköderung bei den jeweiligen Hakentypen wird später noch eingegangen.
Bei dem Blei könnt ihr spezielle Dropshot Bleie verwenden, alternativ könnt ihr aber auch z.B. die Köpfe alter Jighaken verwende, nachdem man den Haken mit einer Zange direkt am Bleikopf entfernt hat. Die Dropshot Bleie haben jedoch den Vorteil, dass sie über eine Art Schnurklipp verfügen, der die Flexibilität deutlich erhöht.
Als Schnur benötigt ihr entweder monofile oder Fluorocarbon. Die Tragkraft der Schnur orientiert sich am Gewässer und Zielfisch. Für Barsche eignet sich eine Schnur mit einer Tragkraft von etwa 3 bis 6kg, für den Zander etwa von 8 bis 12kg. Wichtig ist dabei, dass die Tragkraft geringer ist als die der verwendeten Hauptschnur, damit bei einem Hänger der Schnurbruch im Vorfach erfolgt und ihr nicht meterweise Hauptschnur im Gewässer verliert. Bei Hindernissen – wie z.B. Steinpackungen oder Muscheln – im Wasser, ist höherer Abriebschutz nötig und deswegen eher eine stärkere Schnur zu verwenden, also beim Barsch in Richtung 6kg, ggf. mehr und beim Zander in Richtung 11 bis 12kg..
Der Aufbau ist schnell gemacht. Von der bereitgelegten Schnur benötigt ihr etwa 80cm, da müsst ihr keine Wissenschaft von machen, ein paar Zentimeter mehr oder weniger spielen keine Rolle. Hauptsache ihr achtet darauf, dass ihr mit der euch zur Verfügung stehenden Rute noch vernünftig werfen könnt. Mittig in die Schnur knotet ihr den Haken, dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:
- Palomar Knoten
- Blutknoten als Dropshot Knoten
- Dropper Loop
- Und weitere
Hier ein kurzer Praxistipp, übt die Knoten zu Hause, damit sie euch am Wasser leicht von der Hand gehen! Wichtig ist dabei, dass der Haken, nachdem der Knoten fest zugezogen wurde, senkrecht von der Vorfachschnur absteht. Die Hakenöffnung zeigt dabei, wo das obere Ende der Montage ist. Das Vorfach könnte dann direkt mit der Hauptschnur – z.B. mittels FG Knoten – verbunden oder mit einer Schlaufe versehen in den Snap gehängt werden. Hier geht die klare Empfehlung raus, dass man die Montage nicht direkt mit der Hauptschnur verbindet, damit ihr weiterhin flexibel agieren könnt, indem ihr z.B. schnell vom Dropshot Rig auf einen Jigkopf wechseln könnt. Allerdings kann es bei kürzeren Ruten Sinn machen, dass die Montage direkt an die Hauptschnur geknotet wird, damit das Pendel nicht zu lang wird und ihr noch vernünftig werfen könnt. Als letztes montiert ihr das Blei am unteren Ende der Montage. Hier bieten die Dropshot Bleie einen erheblichen Vorteil, durch den Schnurklipp kann man den Abstand zwischen Haken und Blei und somit den Abstand des Köders zum Gewässergrund variieren. Falls euch die Einstellmöglichkeiten im Abstand zum Boden nicht reichen, könnt ihr das Vorfach nach unten hin auch länger lassen, also den Haken nicht mittig einknoten.
Es gibt noch 2 Ergänzungen, die ihr ggf. berücksichtigen könnt. Erstens kann man den Haken auch an einem nach obenstehendem Seitenarm befestigen, also nicht direkt in die Vorfachschnur knoten. Damit die Bisserkennung weiterhin funktioniert, sollte dieses Stück nicht länger als etwa 5cm sein. Außerdem funktioniert hier Fluorocarbon deutlich besser, weil es steifer ist und so der Haken gut absteht. Zweitens könnt ihr an sehr Hänger trächtigen Spots – z.B. direkt an Steinpackungen – das Blei an einer dünneren Schnur als der eigentlichen Vorfachschnur befestigen. Wenn sich dann euer Blei zwischen den Steinen festsetzen sollte, verliert ihr nur das Blei und nicht den Köder. Dieser Tipp gilt besonders dafür, wenn ihr nicht mit Dropshot Bleien angelt. Dropshot Bleie können nämlich bei einem Hänger so von der Schnur rutschen, weil sie nur in die Schnur geklemmt werden.
Und falls ihr es euch noch einfacher machen wollt, im Fachhandel gibt es auch schon vorgefertigte Vorfächer, die ihr nur noch in euren Snap hängen müsst.
Führung des Dropshot Rigs

Das Rig erlaubt unterschiedlichste Arten der Führung und grundsätzlich dürft ihr selbst kreativ werden, einige Möglichkeiten erinnern einen dabei an andere Montagen, aber es gibt ein paar Führungsweisen, die dazu führen, dass man die Stärken der Montage ausspielt.
Die erste Führungsmethode kann man als am ehesten als leichtes Zupfen bezeichnen. Dabei geht es darum, dass ihr den Köder an Ort und Stelle animiert, also das Gewicht sich gar nicht vom Boden abhebt. Das könnt ihr einerseits erreichen, indem ihr über die Rute die Schnur etwas lockerlasst und wieder auf Spannung bringt. Wenn ihr eine Rute mit einer feinen Spitze hat, könnt ihr das auch über die Spannung der Spitze erreichen. So versetzt ihr den Köder dicht über dem Gewässergrund in leichte Vibrationen und der Räuber hat genügend Zeit sich den Köder anzuschauen und zu attackieren. Nach einiger Zeit – das kann bedeuten nach wenigen Sekunden oder aber nach Minuten – holt ihr über die Rolle ein Stück Schnur ein und versetzt somit das Gewicht ein Stück am Gewässergrund. Dann beginnt das Spiel von vorne, wieder den Köder leicht auf der Stelle animieren. Dabei könnt ihr ruhig mal in den Zeiten und der Anzahl der Kurbelumdrehungen variieren, merkt euch allerdings, wie ihr den Köder animiert habt, damit ihr das wiederholen könnt. Ein Tipp aus der Praxis, oft ist bei dieser Methode weniger mehr. Das bedeutet, dass unter Wasser immer ein wenig Bewegung ist und dadurch selbst ein stillstehender Köder nie wirklich ganz stillsteht und manchmal reicht auch das schon aus oder ist genau das richtige, damit der Räuber zuschnappt.
Bei der zweiten Methode geht ihr etwas aktiver zu Werke. Dabei versucht ihr den Köder langsam einzuholen, sodass das Gewicht möglichst permanenten Grundkontakt hat und ihr es quasi über den Grund schleift. Zwischendurch gerne mal kurz einen Spinnstopp einlegen und immer mal wieder mit der Rute etwas Spiel in die Schnur bringen, damit ihr dem Köder etwas mehr Leben einhaucht. Diese Methode kann die Räuber neugierig machen, da das Blei stetig Staub vom Gewässergrund aufwirbelt und über dieser Wolke euer schutzloser Köder präsentiert wird. Auch hier gilt es variable zu sein, wenn ihr etwas schneller sein wollt, erhöht einfach das Gewicht. Wenn ihr langsamer sein wollt, mischt es mit dem Zupfen. So habt ihr viele Möglichkeiten den Köder anzubieten.
Ihr solltet bei den Methoden auch gerne mal den Abstand zwischen Köder und Blei verändern. Hier müsst ihr einerseits schauen, worauf die Fische reagieren, aber auch, wie die Bedingungen bei euch am und im Gewässer sind. Der Köder soll dicht am Grund, aber nicht auf dem Grund und nicht zu weit oben angeboten werden. Und tendenziell empfehlen wir euch, nutzt lieber etwas mehr Gewicht, damit ihr den Kontakt zum Grund sicher herstellen könnt. Der Räuber muss beim Biss das Gewicht nicht einsaugen, deswegen spielt es dort kaum eine Rolle.
Um das Thema Führungsmethoden abzuschließen, ihr könnt die oben genannten natürlich durch z.B. Jiggen oder Faulenzen ergänzen. Bedenkt hier nur, dass der Köder bereits einen gewissen Abstand zum Boden habt, also nicht zu viele Umdrehungen mit der Rolle machen, damit der Köder immer schön im heißen Bereich bleibt.
Verschiedene Köder für das Dropshot Rig

Die Palette an Ködern ist sehr vielfältig und man muss ehrlicherweise sagen, dass es kein richtig oder falsch gibt, wenn denn ein Köder Fisch bringt. Trotzdem grenzen wir das hier für euch mal auf ein paar Köder, die sich bewehrt haben, ein und liefern Hintergründe zu den Einsatzgebieten.
Die erste Kategorie an Ködern sind die sog. Low-Action oder No-Action Shads. Damit sind i.d.R. Gummiköder ohne Schaufel- oder Paddelschwanz gemeint. In den Geschäften findet ihr viele von ihnen mit der Beschreibung Pintail, V-Tail/ V-Schwanz oder auch Curly-Tail/ Fransen-Schwanz. Die Bezeichnung, dass sie keine oder nur wenig Aktion im Wasser machen, wird ihnen aber nicht gerecht. Ja, sie haben keinen Schwanzteller, wodurch sie beim bloßen Einleiern zumindest für unser Auge keine besonders attraktive Bewegung zeigen. Bietet ihr sie aber am Dropshot an, sieht das ganz anders aus. Durch die Form, häufig in Kombination mit hoher Flexibilität, reagieren die Köder sehr gut auf leichte Animation und spielen verführerisch auf und ab. Beinahe wie ein kleines Fischchen, dass in der Strömung auf und ab schwimmt. Diese Köder lassen sich hervorragend nose-hooked – also mit dem Haken durch die Nase; aufpassen, Hakenspitze immer frei – präsentieren. So entfalten sie das meiste Spiel und bewegen sich flexibel und schwerelos im Wasser. Und keine Angst vor Fehlbissen, in der Regel attackieren die Raubfische die Beute am Kopf und außerdem falten sich diese Köder hervorragend ein, so dass der Haken auch sicher im Maul landet. Wahrscheinlich ist euch schon klar, für welche Führungsmethode diese Köder besonders geeignet sind, richtig, das Zupfen. Mit sehr wenig Einsatz kann man den Ködern viel Leben einhauchen und sie sind für uns ein must have, wenn es mit Dropshot ans Wasser geht.
Bei etwas aktiverer Führung kann man auch einen klassischen Gummifisch montieren. Creaturebaits kann man auch nutzen, entsprechen dann in der Präsentation kaum ihrem realistischen Verhalten. Krebse und Co. schweben selten in der Wassersäule, sie bewegen sich eher flach am Grund. Allerdings gilt immer, wer fängt hat recht, also ruhig mal etwas anderes probieren. Für den klassichen Gummifisch kann man dann auf 3 Montagemöglichkeiten zurückgreifen:
- Nose-hooked am Einzelhaken
- Aufgezogen, ähnlich zum Jig, auf einen langschenkligen Haken
- Am Offsethaken
Grundsätzlich geht auch bei den Ködern die Empfehlung für die nose-hooked Variante raus. Allerdings kann es bei größeren Ködern Sinn machen auf einen langschenkligen Haken zu wechseln oder wenn ihr eine Stelle mit Bewuchs oder Hindernissen befischen wollt, kann auch die Montage am Offsethaken sinnvoll sein.
2 weitere Köder, die ihr hervorragend am Dropshot präsentieren könnt und die sehr gute Fangergebnisse liefern, sind der Köderfisch und der Wurm (Tauwurm, Rotwurm, Dendrobena). Hier empfehlen wir klar den Einzelhaken, der entweder mit einem Wurm bestückt wird oder nose-hooked mit einem Köderfisch.
Wann ist das Dropshot Rig besonders erfolgreich und welche Vorteile bietet es mir?

Das Dropshot Rig hat gegenüber anderen Montagen einen erheblichen Vorteil, ihr könnt den Köder auf der Stelle in einem wählbaren Abstand zum Gewässergrund anbieten und dabei noch verführerisch tänzeln oder einfach in der Strömung spielen lassen. Jetzt stellt sich nur die Frage wann solltet oder müsst ihr sogar diesen Vorteil ausspielen.
Als erstes zu nennen sind hier kleine Hotspots. Stellt euch z.B. einen Steg oder eine Brücke oder auch eine Laterne in einem Hafenbecken vor. Führt ihr euren Jig vorbei, habt ihr vlt. eine oder zwei Absinkphasen in der richtig heißen Zone, während ihr mit dem Dropshot Rig den Köder perfekt in der heißen Zone anbieten und animieren könnt. So könnt ihr die Räuber aus ihrem Versteck locken und zum Anbiss überreden. Während also ein am Jig angebotener Köder viel zu schnell wieder aus dem heißen Bereich herausgeführt wurde, könnt ihr mit dem Dropshot Rig sehr flexibel gestalten, wie lange, wie tief und in welcher Form ihr den Köder am Hotspot anbietet.
Außerdem kann man das Dropshot Rig unheimlich langsam fischen und dadurch ist es eine hervorragende Methode für die kalte Jahreszeit. Die Räuber liegen teilweise sehr passiv ab und verschwenden keine unnötige Energie um einen Köder der gejiggt wird zu verfolgen. Wenn der Köder von euch jedoch langsam ins Blickfeld geführt wird und der Räuber bemerkt, dass es eine sichere Beute wird, kann man selbst die trägen Fische zum Anbiss überreden.
Eine weitere Situation, in der sich das Dropshot Rig besonders eignet, ist, wenn der Gewässergrund sehr schlammig ist. Jighaken versinken im Grund oder sammeln sofort beim ersten Grundkontakt z.B. abgestorbene Pflanzenreste ein. Hier kann man den Köder mit dem Dropshot Rig sauber dicht am Grund aber eben nicht im Grund anbieten. Und da die Köderführung bei weichem Grund auch schwieriger ist, weil man weniger rückmeldung erhält, kann man beim Dropshot Rig problemlos höher im Gewicht gehen, weil der Köder ja durch das Gewicht nicht beeinflusst wird.
Nicht unbedingt eine Stärke, aber es muss einfach erwähnt werden, manchmal, wenn einfach nichts geht, lohnt es sich einfach mal etwas anders zu machen und da kann das Dropshot Rig auch eine Lösung sein und den Knoten zum Platzen bringen.
Wann ist das Dropshot Rig eher ungeeignet?
Das Dropshot Rig spielt seine Stärken aus, wenn ihr den Köder langsam oder sogar auf der Stelle anbieten wollt. Daraus folgt, wenn ihr schnell viel Wasserfläche absuchen wollt, ist das Dropshot Rig eher ungeeignet. Somit eignet sich das Dropshot rig nicht als sog. Searchbait, also ein Köder zum Suchen der Fische.
Unterschied Barsch und Zander, wann ist das Dropshot Rig auf welchen Zielfisch erfolgreich

Den Zander könnt ihr ganzjährig mit dem Dropshot Rig beangeln. Sowohl an Hotspots als auch beim ihr Strecke machen auf der Steinpackung oder beim Buhnenangeln, könnt ihr das Dropshot Rig nutzen und werdet eure Fische bekommen. Klar wird es immer Situationen geben, wo die Stärken mehr zum Tragen kommen, aber wir kennen einige Angler, die an einem der top Zandergewässer in Norddeutschland, dem Nord-Ostsee-Kanal, ganzjährig mit dem Dropshot Rig angeln.
Beim Barsch verhält es sich etwas anders. Im Winter ist das Dropshot Rig ganz klar zu empfehlen, bei höheren Wassertemperaturen aber eher nicht. Da solltet ihr es höchstens beim Befischen von Hotspots einsetzen, wenn ihr die Barsche z.B. aus der Deckung locken wollt. Da ist das Dropshot Rig dann eine echte Alternative zu anderen Ködern.
Vorsicht vorm Hecht
Wie bei allen Methoden beim Spinnfischen, kann auch beim Dropshot Rig ein Hecht auf die Idee kommen, dass ihm euer Köder gefällt. Deswegen macht euch darüber Gedanken, ob in eurem Gewässer Hechte vorkommen oder ob ihr das ausschließen könnt. Wir alle wollen doch vermeiden, dass wir einen Schnurbruch bekommen, weil sich ein Hecht den Köder geschnappt hat und dann mit dem Haken im Maul davon schwimmt. Daher handelt bitte verantwortungsvoll.
Es gibt auch die Möglichkeit eine Dropshot Montage aus hechtsicherem Material herzustellen. Je nach Vorfachmaterial muss man dann die Montage bis zum Haken mit Klemmhülsen aufbauen oder man nutzt knotbares Material. Die Verbindung zum Blei könnt ihr dann mit monofiler Schnur oder Fluorocarbon herstellen.
Das Tackle, welche Rute und Rolle benötige ich zum Angeln mit dem Dropshot Rig

Hier gilt grundsätzlich, denkt nicht zu viel über spezielles Tackle nach, sondern greift die Kombo, die ihr für den jeweiligen Zielfisch zur Verfügung habt und ran ans Wasser. Zur Wahrheit gehört aber auch dazu, dass die Führung des Dropshot Rigs sich je nach verwendetem Tackle leichter oder schwieriger gestaltet.
Als erstes müsst ihr euch bei der Wahl der Rute an eurem Zielfisch und den Gewichten orientieren, die ihr verwenden wollt. Dann kommt hinzu, dass ihr die Uferbeschaffenheit und euren Köder/ die Montage und die damit verbundene Führung bedenken müsst. Bei der Rolle empfehlen wir euch, dass sie zur Rute passen muss, d.h. ihr solltet damit den ganzen Tag ermüdungsfrei fischen können. Außerdem müsst ihr die Methode und den Zielfisch bedenken.
Aber spielen wir das ganze an einem Beispiel durch:
- Der Zielfisch ist in diesem Fall der Barsch.
- Für den Barsch empfehlen wir eher Ruten, die etwas nachgiebiger sind, durchaus schnell in der Rückstellung, aber eher eine semiparabolische Aktion haben. Die Barsche haben ein sehr weiches Maul, wodurch ihr mit einer zu steifen Rute sehr viele Aussteiger haben könnt.
- Je nach Gewässer und Köder befinden sich die meisten Barschruten in den Rutenklassen ML bis M, in Ausnahmefällen auch L, das bedeutet Wurfgewichte von etwa 7g bis etwa 30g. Typische Ruten liegen dabei im Bereich von 12g bis 21g.
- Die Rute soll für Dropshot genutzt werden und wie weiter oben beschrieben, empfehlen wir euch ruhig etwas schwerer zu fischen, damit der Köder immer sauber in der Nähe des Gewässergrunds präsentiert wird, somit würde wir sagen, dass der typische Bereich des Wurfgewichts sich auf 15g bis 24g verschiebt.
- Damit die Köderführung gelingt und die Barsche den Köder ohne großen Widerstand aufnehmen können, empfehlen wir eine feine Spitze.
- Da das Pendel durch die Montage eine erhebliche Länge haben wird, empfehlen wir hier eine etwas längere Rute, gerne über 2.3m bis hinzu 2.7m. Das hilft euch beim Wurf und kann aufgrund der Uferbeschaffenheit eh notwendig sein.
Fassen wir die Anforderungen an die Rute zusammen, heißt das, wir suchen eine schnelle Rute mit einem max. WG von etwa 15g bis 24g und einer semiparabolischen Aktion. Die Rute soll über eine feine Spitze und eine Länge von 2.3m bis etwa 2.7m verfügen.
Die passende Rolle sollte dabei primär die Balance der Rute verbessern, also dafür sorgen, dass die Rute nicht nach vorne überkippt, wenn ihr sie in der Hand haltet. Natürlich orientiert sich die Rolle generell am Zielfisch, aber insbesondere, wenn ihr längere Ruten nutzt, empfehlen wir die Rolle eher eine oder zwei Nummern größer zu wählen. So könnt ihr damit rechnen, dass je nach Hersteller eine 2500er oder 3000er Rolle Verwendung findet. Da die Kombo für das Angeln mit dem Dropshot Rig benutzt werden soll, empfehlen wir eine Rolle mit einer eher kleinen Übersetzung, damit der Köder langsam geführt und animiert werden kann.
Fazit

Das Dropshot Rig stellt eine sehr gute Alternative zu anderen Methoden dar und kann an schwierigen Tagen der Schlüssel zum Erfolg sein. Das Zubehör sollte immer in eurem Rucksack sein. Das Dropshot Rig bietet euch die Möglichkeit den Köder zielgenau und langsam zu präsentieren. Die sog. Low-Action Shads können so verführerisch an Hotspots oder für Träge Räuber angeboten werden.
Seid flexibel bei der Führung, analysiert eure Spots genau, damit ihr immer wisst, ob das Dropshot Rig eine oder sogar die optimale Option ist.
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